Um den Wesensee (Informationen 1/2 zu Bild 1) Zum Verzeichnis der Informationenzum Bild zurück
   
Bahnhofsbrücke Eberswalde (Quelle)

1842 wurde Eberswalde nur sieben Jahre nach der ersten deutschen Eisenbahnlinie Nürnberg – Fürth als eine der ersten Städte Deutschlands an das Bahnnetz angeschlossen. Der Bahnhof befand sich damals noch relativ weit außerhalb der Stadt. Dies war eine Forderung der Eberswalder Stadtväter, was fast dazu geführt hätte, dass die Fernbahnlinie weit an der Stadt vorbei geplant worden wäre. Schon bald wurde klar, dass der Ausbau der Eisenbahnstraße zur Versorgung der Stadt wichtig wurde. So wuchs die Stadt in der Folge vor allem Richtung Westen, also zum Bahnhof. Bereits 1867 wurde eine erste Holzbrücke über die Gleise errichtet. Wegen des Aufbaus des Stadtteils Westend wurde 1910 die Bahnhofsbrücke als Ersatz einer Holzbrücke aus dem Jahr 1904 errichtet. Nachdem im Jahr 1901 für wenige Monate der Betrieb des Oberleitungsbusses aufgenommen wurde, fuhr von 1910 bis 1940 die elektrische Straßenbahn. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Brücke nur leicht beschädigt.

Bereits Mitte der 1950er Jahre mussten Teile der Brücke erneuert werden. Der Rost hatte große Teile des Tragwerkes geschädigt. Die alten Fahrbahn-Unterkonstruktion aus Buckelblechen wurde ersetzt, neue Längs- und Querträger eingebaut und eine Ortbeton-Fahrbahn hergestellt. Der Gehweg auf dem Bauwerk wurde verbreitert. In den 1980er Jahren war wegen der Elektrifizierung der Bahnstrecke das Anheben der Brücke nötig geworden. Dieses Vorhaben hätte die Sperrung der F 167 für mehr als sechs Monate zur Folge gehabt. Der gesamte Verkehr sollte über Britz umgeleitet werden. Untersuchungen hatten ergeben, dass die Schranken in Forsthaus und Britz mehr als zwölf Stunden am Tag geschlossen waren, so dass der Fahrzeugverkehr auf der Umleitungsstrecke sich ständig stauen würde. Deshalb hat man sich entschlossen, neben dem vorhandenen Bauwerk eine neue Brücke zu errichten. Dieses Bauwerk ist eine Fertigteilbrücke aus BT 700 Trägern. Im Zuge der Baumaßnahme wurde auch der Busbahnhof Eberswalde errichtet. Nach der Freigabe der neuen Brücke wurde die alte Fachwerkbrücke angehoben. Gleichzeitig wurde ein Feld der Vorbrücke durch einen BT 700 Überbau ersetzt.