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Brodtener Ufer (Quelle)

Zwischen Niendorf und Travemünde erstreckt sich über eine Küstenlänge von etwa 4 Kilometern das teilweise bizarr gefurchte Kliff des Brodtener Ufers. Gemeinsam mit dem landwirtschaftlich geprägten Hinterland weist dieser Landschaftsraum eine große Vielfalt an Landschaftsstrukturen und schützenswerten Pflanzen- und Tierarten auf. Außerdem ist er im weiten Umkreis auf Schleswig-Holsteiner Seite der einzige, noch unverbaute Küstenabschnitt der Lübecker Bucht, in dem sich das Zusammenspiel von Wasser, Wind und landwirtschaftlicher Kulturlandschaft noch erleben läßt.

Besonders eindrucksvoll ist das aktive Kliff im Norden des Steilufers: Noch heute frißt sich das Meer Jahr für Jahr um durchschnittlich einen Meter in das Land hinein. Das Brodtener Ufer beherbergt mit bis zu 2600 Brutröhren die größte Uferschwalbenkolonie Schleswig-Holsteins. Außerdem hat die ca. 20 km² große Flachwasserzone vor dem Brodtener Ufer eine internationale Bedeutung als Rast- und Überwinterungsgebiet für Wasservögel.

Diese Landschaft ist natürlich überaus attraktiv für die Naherholung. So ergeben sich vom Wanderweg oberhalb des Steilufers hervorragende Möglichkeiten zur Beobachtung der Vogelwelt. Besonders lohnend ist ein Besuch in den kälteren Monaten, wenn sich im Flachwasser der Ostsee durchziehende und überwinternde Wasservögel versammeln.

Aber durch den Erholungsbetrieb können auch Gefahren ausgehen wie etwa die Beunruhigung störungsempfindlicher Vögel oder das Zertreten des Steilufers oder von empfindlichen Pflanzen. Deswegen sollten Hunde angeleint und das Steilufer nur auf Wegen betreten werden.