Auf dem Reitweiner Sporn (Informationen 1/1 zu Bild 47)
   
Alt Tucheband (Quelle)

Alt Tucheband wurde im Jahre 1336 erstmals urkundlich erwähnt. Der Markgraf von Brandenburg übergab die Schenkungsurkunde am 09.Mai 1336 an das Karthäuser-Kloster von Frankfurt/Oder. 1601 fand ein Hexenprozeß statt, in dem Gertrud Paul wegen Zauberei und anderen Übeltaten verbrannt wurde. 
Von 1634 bis 1636 starben in Alt Tucheband und Umgebung etwa 12.000 Menschen an der Pest. Napoleon lagerte mit seinen Truppen im Park, die den Ort plünderten. Sämtliches Kircheninventar wurde mitgenommen und alle Leitern gestohlen, um die Küstriner Festung zu stürmen.
Im II. Weltkrieg wurde Alt Tucheband zu 95% zerstört. Das Hochwasser im Jahre 1947 verschonte die Tuchebander. Wie eine Insel wurde der Ort von den Wassermassen umringt. Der ehemalige Standort der Kirche wurde 1995 neu gestaltet. Auf dem Areal befindet sich ein Denkmal für die Gefallenen des I. Weltkrieges. Im Jahre 1997 wurde der Bereich mit der Aufstellung eines Gedenksteins  für die gefallenen Alt Tuchebander des II. Weltkrieges erweitert. 
Alt Tucheband besitzt heute 650 Einwohner, ist landwirtschaftlich geprägt und erhielt in diesem Jahr den Anschluß an das zentrale Abwassernetz.