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Neu-Venedig (Quelle)

Die Entstehung Neu-Venedigs geht zurück auf das Jahr 1890. In diesem Jahr wurde das Rittergut Rahnsdorf verkauft und zusammen mit dem Gut Hessenwinkel von der Stadtverwaltung der damals eigenständigen Stadt Köpenick erworben, die 1920 zum 16. Verwaltungsbezirk von Berlin wurde.

Zu den Ländereien des damaligen Gutes Rahnsdorf gehörten auch die sumpfigen Spreewiesen, ein Vorflutgelände der Spree, unterhalb des Gutshauses. Im Jahre 1925 wurde vom Bauamt Köpenick ein Bebauungsplan für einen Teil der Spreewiesen erstellt, die folglich ab 1926 durch Kanäle entwässert wurden. Man nannte das Gebiet anfangs „Neu-Kamerun“. Im Verlauf der Arbeiten wurde es allerdings in Neu-Venedig umbenannt. Schließlich wurde ein fünf Kilometer langes Kanalsystem ausgehoben, das sechs Inseln umfließt und über neun Auto- sowie drei Fußgängerbrücken verfügt.

Im Jahr 1928 wurde die Neue Rahnsdorfer Terrain-Actiengesellschaft mit dem Verkauf der 374 Wassergrundstücke beauftragt. Die Grundstücke wurden ab 600 Quadratmeter für 3,50 Mark je Quadratmeter verkauft und befinden sich heute in Privatbesitz. Von 1933 bis 1935 wurden die Wege durch Aushub des in Bau befindlichen Gosener Kanals um rund einen Meter erhöht. Aufgrund des morastigen Untergrundes der ehemaligen Spreewiesen werden die geschotterten Wege auch heute nicht asphaltiert.

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